Was tun Jehovas Zeugen aktiv gegen sexuellen Missbrauch und Kindesmissbrauch?

 

Link zu www.jw.org Stichwort ,,Kindesmissbrauch"
 

Was tun Jehovas Zeugen aktiv gegen Kindesmissbrauch/ sexuellen Missbrauch?

Seit Jahrzehnten veröffentlichen Jehovas Zeugen Informationsmaterial, das zu mehr Stabilität und Prävention in der Familie beiträgt. Dazu gehört auch speziell für Eltern gedachtes Material, das erklärt, wie sie ihre Kinder vor Kindesmissbrauch schützen und über Sexualstraftäter aufklären können. Hier findest du eine Liste mit Veröffentlichungen von Jehovas Zeugen, in denen speziell auf das Thema ,,Kindesmissbrauch" eingegangen wurde. Bemerkenswert sind dabei die Höhe der Auflage und die Anzahl der Sprachen, in denen das Material veröffentlicht wurde. Leider gab und gibt es Fälle, in denen es trotz aller Prävention, Kommunikation und Beratung zum Kindesmissbrauch oder sexuellem Missbrauch kommt. Gerade deswegen sind Prävention im Sinne von Beratung, Offenheit, Transparenz und Kommunikation von höchster Priorität!

Hier der Link auf jw.org, der offiziellen internationalen Webseite von Jehovas Zeugen. Stichwort ,,Sexueller Missbrauch".

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Die Meinung von robbsn.de:

Leider wurde dieses Thema in den letzten Jahrzenten in der Gemeinschaft von Jehovas Zeugen sehr vernachlässigt, tabuisiert und viel zu wenig kommuniziert. Der gemeine Zeuge Jehovas wurde und wird extrem einseitig oder viel zu wenig darüber informiert. Und das obwohl es weltweit sehr viele Gerichtsverfahren bezüglich dieser Themen gab und gibt. Und Millionen von Spendengeldern für solche Prozesse ausgegeben wurden und werden. Es wurde und wird teilweise immer noch sehr diletantisch mit diesem Thema umgegangen. Als erstes müssen die Opfer geschützt werden. Leider hatte man bei Jehovas Zeugen in der Vergangenheit oft den Eindruck, das Täter mehr geschützt wurden als Opfer. Durch absolut miserable Regelungen und amateurhafte Vorgehensweisen. Siehe folgender Abschlußbericht der australischen Kommission.

robbsn.de bittet darum, bei Eigenrecherche zu diesem Thema sehr sachlich und fair zu bleiben und nicht vorschnell zu urteilen! Es scheint das in den Reihen der Zeugen Jehovas ein, aus unserer Sicht sehr spätes, Erwachen und Reagieren stattfindet. Wir begrüßen das und hoffen und fordern eine offenere Kommunikation in den eigenen Reihen und ein striktes und gerechtes Vorgehen gegen jede Art von sexuellem Missbrauch! Es muss unbedingt aus den vergangenen Fehlern gelernt werden und offener in der Gemeinschaft darüber kommuniziert werden.

Hier der offizielle Abschlussbericht der Royal Commission Australien über Kindesmissbrauch bei den Zeugen Jehovas (Download des kompletten Berichtes als PDF-Datei, komplett in englisch) vom Dezember 2016. In der abschließenden Beurteilung auf Seite 77 heißt es auszugsweise:

"Wir betrachten die Organisation der Zeugen Jehovas nicht als Organisation, die adäquat auf sexuellen Missbrauch von Kindern reagiert. Wir glauben aus folgenden Gründen nicht, dass Kinder angemessen vor dem Risiko des sexuellen Missbrauchs geschützt sind:

Die Organisation stützt sich auf veraltete Richtlinien und Praktiken, um auf angebliche sexuelle Misshandlungen von Kindern zu reagieren. Diese Richtlinien und Praktiken unterliegen nicht einer laufenden und kontinuierlichen Überprüfung. Die Strategien und Praktiken sind im Großen und Ganzen völlig unangemessen und ungeeignet zur Anwendung in Fällen des sexuellen Missbrauchs von Kindern. Die Zurückhaltung der Organisation und die fortgesetzte Anwendung von Richtlinien wie die Zwei-Zeugen-Regel in Fällen des sexuellen Missbrauchs von Kindern zeigen einen ernsten Mangel an Verständnis für die Natur des sexuellen Missbrauchs von Kindern.

Das interne Disziplinarsystem der Organisation darüber, wie Klagen über sexuellen Missbrauch von Kindern behandelt werden, ist nicht auf das Kind bzw. Opfer ausgerichtet und bietet dem Opfer wenig oder keine Wahl, wie seine Beschwerde behandelt wird.

Die allgemeine Praxis der Organisation, schwere Fälle von sexuellem Missbrauch von Kindern nicht der Polizei oder den Behörden anzuzeigen, insbesondere wenn das Opfer ein Kind ist, zeigt ein schwerwiegendes Versagen der Organisation, die Sicherheit und den Schutz der Kinder in der Organisation und in der Gemeinschaft zu gewährleisten."

Unser Nachwort dazu:

Das sind klare und deutliche Worte! Jeder aktive Zeuge Jehovas sollte unbedingt über die Umstände des Verfahrens und über Möglichkeiten und Hinweise bezüglich der aktiven Vorbeugung gegen jede Art von sexuellem Missbrauch informiert werden. Transparenz und Aufklärung sind geboten. Warum?

  • Damit man aus begangenen Fehlern etwas lernt.

 

  • Damit man Kindesmissbrauch aktiv vorbeugt, Opfer geschützt werden und Täter zur Rechenschaft gezogen werden.

 

  • Damit im aktiven christlichen Dienst mit der aktuellen Sachlage umgegangen werden kann und jeder Zeuge Jehovas weiß, wie er mit diesem Thema umgeht.

 

  • Damit die gängige Praxis im Umgang mit Kindesmissbrauch bei Jehovas Zeugen tiefgreifend modernisiert und neu durchdacht wird.

 

Nun heißt es, sofort mit tiefgreifenden Veränderungen die bisherige Praxis zu ändern und die Fehler der Vergangenheit offen und transparent zu kommunizieren, damit so etwas nie, nie, niemals wieder(!!!) vorkommt. Mehr zum Thema ,,Was tun Jehovas Zeugen aktiv gegen Kindesmissbrauch?" findest Du hier!  (18.12.2016)

 

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Aktuelle Meldungen dazu hier:

 

  • Hier der Auszug aus dem aktuellen Newsletter (6/2017) der evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungfragen bezüglich des Themas ,,Sexueller Missbrauch":

Umgang mit religiösem Missbrauch in evangelikalen und neuapostolischen Gemeinden

Manipulation und Machtbissbrauch sind zwei grundlegende Mechanismen, die religiöse Gruppenleiter zu „Sektenführern“ werden lassen. Derartige Prozesse verlaufen oft schleichend und machen auch vor christlichen Gemeinden und Gruppierungen nicht halt. Deshalb hat die Deutsche Evangelische Allianz vor zwei Jahren eine „Clearingstelle“ eingerichtet. Sechs ehrenamtlich tätige Beauftragte stehen seitdem zur Verfügung, um diesbezügliche Vorwürfe Betroffener aus dem evangelikalen Milieu anzuhören und zu versuchen, Klärungen zwischen Betroffenen und der Gemeinschaft herbeizuführen. Im Mai 2017 hat die „Clearingstelle“ zwei Dutzend Fachleute zu einer Werkstatt-Tagung zum Thema "Religiöser Missbrauch" nach Bad Blankenburg eingeladen. Dort wurden die Ursachen von geistlichem Missbrauch in christlichen Gemeinden untersucht und über Hilfsangebote für Betroffene beraten. Besonderer Wert müsse auf die Prävention gelegt werden, lautete ein Fazit der Tagung. Für die Gefahren von geistlichem Missbrauch müsse bereits an den theologischen Ausbildungsstätten sensibilisiert werden. Eine Handreichung für Verantwortliche in Gemeinden und Verbänden soll erarbeitet werden.

Auch in der Neuapostolischen Kirche (NAK) berichten ehemalige Mitglieder von geistlichem Missbrauch. Der gemeinnützige Verein „Licht nach dem Dunkel (LINDD)“, der von zwei NAK-Mitgliedern geleitet wird, möchte von Missbrauch betroffenen Kirchenmitgliedern Hilfen anbietet. Im März 2017 hat der Verein zum Seminar „Auswege aus frommer Gewalt“ unter Leitung einer religionskundigen Supervisorin eingeladen, das für aktive, inaktive und ehemalige NAK-Mitglieder angeboten wurde. Die Teilnehmer haben die Impulse und den Austausch als hilfreich und weiterführend erlebt. Auf der Internetseite des Vereins haben die beiden Vorsitzenden im Juni 2017 einen Brief an Stammapostel Schneider veröffentlicht. Darin bitten sie das NAK-Oberhaupt erneut zu einem Gespräch auf Augenhöhe, um gemeinsam zu überlegen, wie Glaubensgeschwistern geholfen werden kann, die ihre religiöse Erziehung als krankmachend erlebt haben.

Es ist hilfreich, wenn sich Kirchen und religiöse Gemeinschaften kritischen Anfragen aus den eigenen Reihen offen stellen, interne Qualitätskriterien zur Vermeidung religiösen Missbrauchs festlegen und Betroffenen neutrale Vertrauenspersonen vermitteln können. Darüber hinaus ist zu bedenken, dass geistlicher Missbrauch von religiösen Leitern meistens unbeabsichtigt geschieht. Als übergriffig werden Leiter erlebt, denen die nötigen sozialen und psychologischen Führungsqualitäten und Kompetenzen für ihr Amt fehlen. Es liegt in der Verantwortung der Verbände, Ausbildungs- und Beratungsstrukturen zu schaffen, durch die Versektungstendenzen frühzeitig ans Tageslicht kommen und dadurch verhindert werden können.

Dr. Michael Utsch

Presse-Mitteilung zur Werkstatt „Religiöser Missbrauch“ der Evangelischen Allianz (Link)

Brief von LINDD an Stammapostel Schneider (PDF-Datei)

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Als Christen pflegen Jehovas Zeugen den direkten menschlichen Kontakt. Solltest Du Fragen oder Anregungen haben, schreibe uns bitte unter Kontakt.

Vielen Dank!

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23.7.2017 > 1121

Zitat

Clever

KLARE SICHT: Beschlagene Badezimmer-Spiegel fönt man von unten her wieder klar

COOL: Heiße Herdplatten lassen sich schnell mit einen Wassertopf kühlen

 

Zufall oder geniale Schöpfung?

WER HAT ES ERFUNDEN?

 

Das Muschelgehäuse

 

DAS Gehäuse von Muscheln und Seeschnecken schützt seine Bewohner optimal vor den rauen Lebensbedingungen und dem enormen Wasserdruck am Meeresgrund. Das brachte Wissenschaftler dazu, Form und Aufbau von Muschelgehäusen zu untersuchen, um Fahrzeuge und Gebäude zu entwickeln, die ähnlichen Schutz bieten.

Einige Details: Untersucht wurden das zweischalige Klappgehäuse der Muschel (Bivalvia) und das spiralförmige Gehäuse der Seeschnecke.

Die gerippte Muschelschale leitet Druck auf den Rand und das Klappenschloss in der Mitte weiter. Das spiralförmige Gehäuse der Seeschnecke leitet Druck ins Innere und auf die breite Gehäuseöffnung weiter. In beiden Fällen sorgt die Form dafür, dass die stabilsten Teile am stärksten belastet werden. So nimmt das Weichtier im Innern kaum Schaden, wenn das Gehäuse doch beschädigt wird.

Außerdem verglich man die Stabilität echter Muscheln mit der von ähnlich geformten Halbkugeln und Kegeln (im 3-D-Drucker hergestellt). Die Tests ergaben, dass die Belastungsfähigkeit der komplexen echten Muschelgehäuse fast doppelt so hoch war wie die der künstlich hergestellten.

Über eine Anwendungsmöglichkeit sagt Scientific American: „Sollte man sich irgendwann in einem muschelförmigen Auto wiederfinden, ist das nicht nur stylish, sondern auch ein optimaler Schutz.“

 

Was soll man glauben? Ist das Gehäuse von Muscheln und Seeschnecken ein Produkt der Evolution? Oder steckt Intelligenz dahinter?

 

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