Wie lässt sich ein Streit beenden?

Manche meinen ein wöchentlicher Streit sei das Salz in der Suppe einer Beziehung.

Manchmal kommt man um einen Streit einfach nicht herum.

Ein Streit kann auch konstruktiv sein und die Beziehung von Menschen verbessern.

 

Es gibt ein paar Grundregeln für ein faires Streiten:

 

- Das Vermeiden von Sätzen wie ,,Immer machst du..." oder ,,Nie tust du...".

  Verallgemeinerungen verletzen die Gefühle und lenken vom eigentlichen Thema ab.

 

- Bring keine dritten Parteien in den Streit!

  Auch Vergleiche des Partners mit anderen sind tabu.

 

- Sprich nur das aktuelle Streitthema an.

  Auf keinen Fall sollte man dem Partner gleich alles an den Kopf werfen was einen stört.

 

- Behandle deinen Partner mit Respekt. Schreien, ärgern und belächeln sind

  beim Streiten genau so fehl am Platz wie Augenrollen, Grimassen schneiden oder schadenfrohes Grinsen.

 

- Eine ehrliche aufrichtige Entschuldigung ist absolut wichtig wenn man einen Fehler begangen hat. Man zeigt das einem der eigene Fehler bewusst ist. Und das die Beziehung wichtiger ist als die Streitursache.


weiter lesen: http://web.de/magazine/lifestyle/bildergalerien/bilder/14676700-fuenf-tipps-fuer-faires-streiten.html#.A1000145



Die folgenden Vorschläge sind Möglichkeiten einen ernsthaften Streit im christlichen Sinn zu beenden. Im Privatleben so wie auch im Alltag und im Beruf.

 

Vielleicht kannst du deinen Bruder gewinnen
„Gehe hin, lege seinen Fehler zwischen dir und ihm allein offen dar. Wenn er auf dich hört, so hast du deinen Bruder gewonnen“ (MATTHÄUS 18:15).
JESU Dienst sollte nicht einmal mehr ein Jahr dauern, doch er hatte seinen Jüngern noch Wichtiges zu vermitteln. Wir können in Matthäus, Kapitel 18 nachlesen, worum es ging. Ein wichtiger Punkt war, demütig wie Kinder zu sein. Dann betonte er, man dürfe nicht „einen von diesen Kleinen“ straucheln machen und sollte die verirrten „Kleinen“ zurückholen, damit sie nicht zugrunde gingen. Danach fügte Jesus wertvollen praktischen Rat darüber hinzu, wie Schwierigkeiten zwischen Christen beigelegt werden können.
2 Wir mögen uns daran erinnern, daß er sagte: „Wenn dein Bruder eine Sünde begeht, so gehe hin, lege seinen Fehler zwischen dir und ihm allein offen dar. Wenn er auf dich hört, so hast du deinen Bruder gewonnen. Wenn er aber nicht hört, nimm noch einen oder zwei mit dir, damit jede Sache aus dem Mund von zwei oder drei Zeugen festgestellt werde. Wenn er nicht auf sie hört, sprich zu der Versammlung. Wenn er auch nicht auf die Versammlung hört, so sei er für dich ebenso wie ein Mensch von den Nationen und wie ein Steuereinnehmer“ (Matthäus 18:15-17). Wann und mit welcher Einstellung sollten wir so verfahren?
3 Wie im vorigen Artikel betont wurde, müssen wir uns bemühen, versöhnlich zu sein, da wir alle unvollkommen sind und zu Fehlern neigen. Das trifft vor allem dann zu, wenn ein Mitchrist etwas gesagt oder getan hat, was uns gekränkt hat (1. Petrus 4:8). Oft ist es das beste, die Kränkung einfach zu übergehen — zu vergeben und zu vergessen. Ein solches Vorgehen können wir als Beitrag zum Frieden in der Christenversammlung betrachten (Psalm 133:1; Sprüche 19:11). Es kann indes vorkommen, daß wir meinen, die Angelegenheit mit dem Bruder oder der Schwester, die uns gekränkt oder beleidigt hat, müsse geregelt werden. In diesem Fall dienen uns die obigen Worte Jesu als Anleitung.
4 Jesus riet: „Lege seinen Fehler zwischen dir und ihm allein offen dar.“ Das ist vernünftig. Einige Bibelübersetzungen verwenden an dieser Stelle den Ausdruck „unter vier Augen“. Bringt man ein Problem freundlich und unter vier Augen zur Sprache, ist es gewöhnlich leichter zu lösen. Ein Bruder, der etwas Ungehöriges gesagt oder getan hat, ist wahrscheinlich eher bereit, den Fehler zuzugeben, wenn nicht noch andere dabei sind. Im Beisein anderer könnte er zufolge seiner Unvollkommenheit geneigt sein, sein Unrecht abzustreiten oder zu versuchen, sein Verhalten zu rechtfertigen. Bringt man die Sache aber unter vier Augen zur Sprache, stellt man vielleicht fest, daß es sich um ein Mißverständnis handelte statt um eine Sünde oder um vorsätzlich verübtes Unrecht. Sobald beide es als Mißverständnis auffassen, kann es ausgeräumt werden, und aus einer Belanglosigkeit erwächst keine große Sache, die das gegenseitige Verhältnis vergiftet. Somit kann im Alltag selbst bei kleinen Kränkungen nach dem Grundsatz in Matthäus 18:15 verfahren werden.
Was meinte er?
5 Das, wozu Jesus rät, bezieht sich strenggenommen auf Angelegenheiten ernster Natur. Jesus sagte: „Wenn dein Bruder eine Sünde begeht . . .“ In erweitertem Sinn kann „eine Sünde“ ein Fehler oder ein Versagen sein (Hiob 2:10; Sprüche 21:4; Jakobus 4:17). Wie aus dem Zusammenhang hervorgeht, muß Jesus allerdings eine schwere Sünde gemeint haben. Sie war so schwer, daß der Missetäter eventuell „wie ein Mensch von den Nationen und wie ein Steuereinnehmer“ angesehen werden konnte. Was ist aus dieser Aussage abzuleiten?
6 Jesu Jünger, die diese Worte hörten, wußten, daß ihre Landsleute keinen Umgang mit Heiden hatten (Johannes 4:9; 18:28; Apostelgeschichte 10:28). Auf jeden Fall mieden sie die Steuereinnehmer, Männer jüdischer Herkunft, die aber Personen geworden waren, welche die Leute ungerecht behandelten. Matthäus 18:15-17 bezog sich also strenggenommen auf schwerwiegende Sünden, nicht auf persönliche Kränkungen oder Beleidigungen, die man einfach vergeben und vergessen kann (Matthäus 18:21, 22).
7 Unter dem mosaischen Gesetz reichte bei bestimmten Sünden die Vergebung der Person, gegen die man sich vergangen hatte, nicht aus. Gotteslästerung, Abtrünnigkeit, Götzendienst und die geschlechtlichen Sünden Hurerei, Ehebruch und Homosexualität waren meldepflichtig, und Älteste (oder Priester) mußten sich damit befassen. Das trifft auch auf die Christenversammlung zu (3. Mose 5:1; 20:10-13; 4. Mose 5:30; 35:12; 5. Mose 17:9; 19:16-19; Sprüche 29:24). Beachten wir jedoch, daß die Kategorie von Sünden, die Jesus hier ansprach, zwischen zwei Personen bereinigt werden konnten. Einige solche Fälle: Aus Zorn oder Eifersucht verleumdet jemand seinen Mitmenschen. Ein Christ verpflichtet sich vertraglich, einen Auftrag mit bestimmten Baustoffen auszuführen und die Arbeit bis zu einem bestimmten Termin zu leisten. Jemand anders sagt zu, Geld in bestimmten Raten oder zu einem festgesetzten Datum zurückzuzahlen. Ein anderer trifft mit seinem Arbeitgeber die feste Vereinbarung, ihm, wenn er ihn ausbilde, keine Konkurrenz zu machen (auch nicht bei einem Stellenwechsel) und über einen vereinbarten Zeitraum hinweg oder in einem bestimmten Gebiet nicht zu versuchen, dem Arbeitgeber Kunden abzuwerben. Würde ein Bruder hierbei sein Wort nicht halten und eine Verfehlung wie diese nicht bereuen, wäre das gewiß schwerwiegend (Offenbarung 21:8). Dennoch könnten solche Verfehlungen zwischen den beiden Beteiligten geregelt werden.
8 Wie würden wir aber vorgehen, um solch eine Angelegenheit zu bereinigen? Jesu Worte sind oft in drei Schritte gegliedert worden. Betrachten wir einen nach dem anderen. Wir wollen sie nicht als feste rechtliche Vorgehensweisen ansehen, sondern wollen ihren Geist erfassen und nie unser liebevolles Ziel aus den Augen verlieren.
Uns bemühen, unseren Bruder zu gewinnen
9 Jesus begann wie folgt: „Wenn dein Bruder eine Sünde begeht, so gehe hin, lege seinen Fehler zwischen dir und ihm allein offen dar. Wenn er auf dich hört, so hast du deinen Bruder gewonnen.“ Solch ein Schritt erfolgt bestimmt nicht nur auf einen Verdacht hin. Es sollten Beweise oder spezielle Informationen vorliegen, die geeignet sind, dem Bruder zu der Einsicht zu verhelfen, daß er sich einer Verfehlung schuldig gemacht hat und die Angelegenheit richtigstellen muß. Es ist ratsam, umgehend zu handeln, damit die Angelegenheit sich nicht verschlimmert oder er sich in seiner Haltung nicht verhärtet. Ferner darf nicht übersehen werden, wie sehr es auch uns selbst schaden würde, über der Sache zu brüten. Da die Besprechung zwischen uns und ihm allein stattfinden soll, müssen wir uns davon zurückhalten, mit anderen darüber zu sprechen, um sie für uns zu gewinnen oder unser Selbstwertgefühl aufzubessern (Sprüche 12:25; 17:9). Warum ist das nötig? Wegen des Ziels, das wir verfolgen.
10 Unser Ziel sollte es sein, unseren Bruder zu gewinnen, nicht, ihn verbal zu geißeln, zu demütigen oder zugrunde zu richten. Wenn er wirklich ein Unrecht verübt hat, ist sein Verhältnis zu Jehova in Gefahr. Gewiß möchten wir ihn nicht als Bruder verlieren. Das gelingt eher, wenn das Gespräch unter vier Augen ruhig verläuft, keine schroffen Worte fallen und ein vorwurfsvoller Unterton vermieden wird. Bei dieser liebevollen Begegnung müssen beide bedenken, daß sie unvollkommene, sündige Menschen sind (Römer 3:23, 24). Es kann schnell eine Lösung gefunden werden, wenn der Betreffende merkt, daß wir nicht nachteilig über ihn geredet haben, und wenn er erkennt, daß wir ihm aufrichtig helfen möchten. Diese freundliche, klare Vorgehensweise ist vor allem dann weise, wenn es sich herausstellen sollte, daß beide Seiten bis zu einem gewissen Grad an dem Fehler beteiligt sind, oder wenn der Angelegenheit eigentlich ein Mißverständnis zugrunde liegt (Sprüche 25:9, 10; 26:20; Jakobus 3:5, 6).
11 Wenn wir ihm zu der Einsicht verhelfen, daß eine Verfehlung vorliegt, die schwerwiegend ist, kann ihn dies veranlassen zu bereuen. Die Realität zeigt jedoch, daß Stolz ein Hindernis sein kann (Sprüche 16:18; 17:19). Wenn er das Unrecht zunächst nicht zugibt und nicht bereut, kann man warten, bevor man die Sache weiter verfolgt. Jesus sagte nicht: ‘Gehe nur einmal hin, und lege seinen Fehler offen dar.’ Da es eine Sünde ist, die wir mit ihm allein regeln können, sollten wir erwägen, erneut mit ihm im Geist von Galater 6:1 unter vier Augen zu reden. Es könnte Erfolg haben. (Vergleiche Judas 22, 23.) Wie verhält es sich jedoch, wenn wir überzeugt sind, daß eine Sünde begangen wurde, der Betreffende aber nicht positiv reagiert?
Hilfe von reifen Brüdern erlangen
12 Möchten wir, daß andere uns schnell aufgeben, wenn wir uns einer schweren Sünde schuldig gemacht hätten? Wohl kaum. Demgemäß zeigte Jesus, daß wir es nach dem ersten Versuch nicht gleich aufgeben sollten, unseren Bruder zu gewinnen, damit er mit uns und anderen vereint Jehova auf annehmbare Weise anbetet. Jesus beschrieb einen zweiten Schritt: „Wenn er aber nicht hört, nimm noch einen oder zwei mit dir, damit jede Sache aus dem Mund von zwei oder drei Zeugen festgestellt werde.“
13 Er sagte: „Nimm noch einen oder zwei mit.“ Er sagte nicht, man dürfe nach dem ersten Schritt das Problem mit vielen anderen erörtern, mit dem Kreisaufseher Kontakt aufnehmen oder anderen Brüdern deswegen schreiben. So überzeugt man selbst auch sein mag in bezug auf das Unrecht, völlig erwiesen ist es noch nicht. Man sollte nichts Negatives verbreiten, da man sich der Verleumdung schuldig machen könnte (Sprüche 16:28; 18:8). Jesus sagte jedoch, man solle einen oder zwei andere mitnehmen. Warum? Und um wen könnte es sich handeln?
14 Wir sind dabei, zu versuchen, unseren Bruder zu gewinnen, indem wir ihn davon überzeugen, daß eine Sünde begangen wurde, und indem wir ihn zur Reue bewegen, damit er mit uns und mit Gott in Frieden ist. Zu diesem Zweck wäre es ideal, wenn der ‘eine oder die zwei’ Zeuge des Unrechts wären. Vielleicht waren sie dabei, als es geschah, oder sie wissen genau, was in einer geschäftlichen Angelegenheit getan oder unterlassen wurde. Fehlen solche Zeugen, nimmt man andere mit, die über einschlägige Erfahrungen verfügen und daher feststellen können, ob das, was vorgefallen ist, wirklich ein Unrecht war. Außerdem könnten sie, falls später erforderlich, das bezeugen, was gesagt wurde, sowie die vorgelegten Tatsachen und die unternommenen Bemühungen bestätigen (4. Mose 35:30; 5. Mose 17:6). Sie sind also nicht lediglich neutrale Parteien oder Schiedsleute; ihre Anwesenheit soll dazu beitragen, unseren und ihren Bruder zu gewinnen.
15 Man braucht nicht zu denken, daß die Männer, die man mitnimmt, als Älteste in der Versammlung dienen müßten. Reife Männer, die Älteste sind, mögen jedoch auf Grund ihrer geistigen Befähigung einen Beitrag leisten. Solche Älteste sind „wie ein Bergungsort vor dem Wind und ein Versteck vor dem Regensturm . . ., wie Wasserbäche in einem wasserlosen Land, wie der Schatten eines wuchtigen zerklüfteten Felsens in einem erschöpften Land“ (Jesaja 32:1, 2). Sie sind darin erfahren, Brüdern und Schwestern überzeugende Argumente darzulegen und sie zurechtzubringen. Außerdem hat der Missetäter guten Grund, solchen „Gaben in Form von Menschen“ zu vertrauen (Epheser 4:8, 11, 12). Die Angelegenheit im Beisein von solch reifen Männern durchzusprechen und sich mit ihnen im Gebet zu vereinen kann ein neues Klima schaffen und vermeintlich Unlösbares lösen. (Vergleiche Jakobus 5:14, 15.)
Eine letzte Bemühung, ihn zu gewinnen
16 Aufseher der Versammlung sind ohne Frage am dritten Schritt beteiligt, wenn die Angelegenheit beim zweiten Schritt nicht bereinigt wird. „Wenn er nicht auf sie [den einen oder die zwei] hört, sprich zu der Versammlung. Wenn er auch nicht auf die Versammlung hört, so sei er für dich ebenso wie ein Mensch von den Nationen und wie ein Steuereinnehmer.“ Was zieht dies nach sich?
17 Wir fassen dies nicht als eine Anweisung auf, die Sünde oder das Unrecht bei einer regulären oder bei einer besonderen Zusammenkunft vor der ganzen Versammlung zur Sprache zu bringen. Die passende Verfahrensweise können wir aus dem Wort Gottes ermitteln. Betrachten wir, was im alten Israel bei rebellischem Verhalten, Schlemmerei und Trunkenheit zu tun war: „Falls ein Mann einen Sohn haben sollte, der störrisch und rebellisch ist, indem er nicht auf die Stimme seines Vaters oder die Stimme seiner Mutter hört, und sie haben ihn zurechtgewiesen, aber er wird nicht auf sie hören, dann sollen ihn sein Vater und seine Mutter ergreifen und ihn zu den älteren Männern seiner Stadt und zum Tor seines Ortes hinausbringen, und sie sollen zu den älteren Männern seiner Stadt sagen: ‚Dieser unser Sohn ist störrisch und rebellisch; er hört nicht auf unsere Stimme, er ist ein Schlemmer und ein Trunkenbold.‘ Dann sollen ihn alle Männer seiner Stadt mit Steinen bewerfen“ (5. Mose 21:18-21).
18 Die Sünden des Mannes wurden weder von der gesamten Nation noch vom gesamten Stamm angehört und gerichtet. Statt dessen befaßten sich anerkannte ‘ältere Männer’ als Vertreter der Versammlung damit. (Vergleiche 5. Mose 19:16, 17, wo es um einen Fall geht, mit dem sich ‘die Priester und die Richter, die in jenen Tagen dienten’, befaßten.) Ebenso behandeln heute die Ältesten als Vertreter der Versammlung die Sache, wenn der dritte Schritt unternommen werden muß. Ihr Ziel ist dasselbe: den Bruder, wenn irgend möglich, zu gewinnen. Sie lassen dies erkennen, indem sie fair sind sowie unvoreingenommen und unparteiisch an den Fall herangehen.
19 Die Ältesten werden sich bemühen, die Tatsachen zu ermitteln, und die Zeugen anhören, die nötig sind, um festzustellen, ob eine Sünde begangen wurde (oder immer noch begangen wird). Sie wollen die Versammlung vor einem verderblichen Einfluß bewahren und den Geist der Welt nicht eindringen lassen (1. Korinther 2:12; 5:7). In Übereinstimmung mit den biblischen Erfordernissen sind sie bemüht, „durch die gesunde Lehre sowohl zu ermahnen als auch die Widersprechenden zurechtzuweisen“ (Titus 1:9). Es ist zu hoffen, daß der Missetäter nicht den Israeliten gleicht, über die Jehovas Prophet schrieb: „Ich rief, ihr aber . . . antwortetet [nicht], ich redete, ihr aber . . . hörtet [nicht]; und ihr tatet ständig, was böse war in meinen Augen, und ihr erwähltet das, woran ich kein Gefallen hatte“ (Jesaja 65:12).
20 In verhältnismäßig wenig Fällen nimmt der Sünder eine solche Haltung ein. Falls es so ist, gilt die klare Anweisung Jesu: „Er [sei] für dich ebenso wie ein Mensch von den Nationen und wie ein Steuereinnehmer.“ Der Herr Jesus empfahl nicht, ihm gegenüber unmenschlich zu sein oder ihn zu kränken. Die Anweisung des Apostels Paulus, reuelose Sünder aus der Versammlung auszuschließen, ist jedoch unzweideutig (1. Korinther 5:11-13). Selbst das mag schließlich zu dem Ziel führen, den Sünder zu gewinnen.
21 Daß dies möglich ist, erkennen wir aus Jesu Gleichnis vom verlorenen Sohn. Jener Sünder kam zur Besinnung, nachdem er eine Zeitlang außerhalb der liebevollen Gemeinschaft mit dem Haus seines Vaters gelebt hatte (Lukas 15:11-18). Paulus erwähnte gegenüber Timotheus, daß einige Missetäter mit der Zeit bereuen und „wieder zur Besinnung kommen mögen, aus der Schlinge des Teufels heraus“ (2. Timotheus 2:24-26). Wir hoffen bestimmt, daß alle, die aus der Versammlung ausgeschlossen werden müssen, weil sie sündigen und nicht bereuen, den Verlust spüren werden — sowohl das fehlende Wohlgefallen Gottes als auch die fehlende herzliche Gemeinschaft und den fehlenden gesellschaftlichen Kontakt mit loyalen Christen — und dann zur Besinnung kommen.
22 Für Jesus waren Menschen von den Nationen und Steuereinnehmer nicht ein für allemal abgeschrieben. Ein Steuereinnehmer, Matthäus Levi, folgte Jesus nach und wurde sogar zu einem Apostel auserwählt (Markus 2:15; Lukas 15:1). Wenn demnach ein Sünder heute „auch nicht auf die Versammlung hört“ und daraus ausgeschlossen wird, können wir abwarten, ob er mit der Zeit bereuen und gerade Bahn für seine Füße machen wird. Wenn er so handelt und wieder zur Versammlung gehört, werden wir uns freuen, den Bruder zurückgewonnen zu haben, zurück in die Hürde der wahren Anbetung.
[Fußnoten]
In der Cyclopedia von McClintock und Strong heißt es: „Die Zöllner [Steuereinnehmer] des Neuen Testaments betrachtete man als Verräter und Abtrünnige, als befleckt durch ihren Umgang mit den Heiden, als willige Werkzeuge der Unterdrücker. Man stellte sie auf eine Stufe mit Sündern . . . Da sie sich selbst überlassen waren und Männer, die ein anständiges Leben führten, sich von ihnen fernhielten, fanden sie ihre einzigen Freunde oder Gefährten unter den Leuten, die wie sie Ausgestoßene waren.“
Unter die Sünden, die Jesus meinte, können geschäftliche oder finanzielle Angelegenheiten eingereiht werden, bei denen ein gewisses Maß an Täuschung, Betrug oder List im Spiel ist. Als Hinweis darauf könnte gelten, daß Jesus nach der Anweisung in Matthäus 18:15-17 ein Gleichnis von Sklaven (Angestellten) anführte, die Schulden gemacht hatten und nichts zurückzahlten.
Ein Bibelgelehrter bemerkte: „Zuweilen kommt es vor, daß ein Missetäter eher auf zwei oder drei hört (besonders wenn es Respektspersonen sind) als auf einen, vor allem wenn er mit demjenigen eine Meinungsverschiedenheit gehabt hat.“


 

WT vom 15.10.1999

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Zitat

Clever

KLARE SICHT: Beschlagene Badezimmer-Spiegel fönt man von unten her wieder klar

COOL: Heiße Herdplatten lassen sich schnell mit einen Wassertopf kühlen

 

Zufall oder geniale Schöpfung?

WER HAT ES ERFUNDEN?

 

Das Muschelgehäuse

 

DAS Gehäuse von Muscheln und Seeschnecken schützt seine Bewohner optimal vor den rauen Lebensbedingungen und dem enormen Wasserdruck am Meeresgrund. Das brachte Wissenschaftler dazu, Form und Aufbau von Muschelgehäusen zu untersuchen, um Fahrzeuge und Gebäude zu entwickeln, die ähnlichen Schutz bieten.

Einige Details: Untersucht wurden das zweischalige Klappgehäuse der Muschel (Bivalvia) und das spiralförmige Gehäuse der Seeschnecke.

Die gerippte Muschelschale leitet Druck auf den Rand und das Klappenschloss in der Mitte weiter. Das spiralförmige Gehäuse der Seeschnecke leitet Druck ins Innere und auf die breite Gehäuseöffnung weiter. In beiden Fällen sorgt die Form dafür, dass die stabilsten Teile am stärksten belastet werden. So nimmt das Weichtier im Innern kaum Schaden, wenn das Gehäuse doch beschädigt wird.

Außerdem verglich man die Stabilität echter Muscheln mit der von ähnlich geformten Halbkugeln und Kegeln (im 3-D-Drucker hergestellt). Die Tests ergaben, dass die Belastungsfähigkeit der komplexen echten Muschelgehäuse fast doppelt so hoch war wie die der künstlich hergestellten.

Über eine Anwendungsmöglichkeit sagt Scientific American: „Sollte man sich irgendwann in einem muschelförmigen Auto wiederfinden, ist das nicht nur stylish, sondern auch ein optimaler Schutz.“

 

Was soll man glauben? Ist das Gehäuse von Muscheln und Seeschnecken ein Produkt der Evolution? Oder steckt Intelligenz dahinter?

 

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