Der Hundertjährige Kalender

Der Wille zur Vorherbestimmung des Wetters ist ein wesentlicher Bestandteil der menschlichen Geschichte. Seit Anbeginn der Menschheit möchte der Mensch das Wetter bestimmen, aber das Gegenteil ist der Fall.

Das Wetter bestimmt den Alltag der Menschheit wesentlich. Die Wirtschaft ist genaus so extrem vom Wetter abhängig wie der Mensch.

Der Hundertjährige Kalender ist eine Zusammenstellung von Wettervorhersagen. Er hat nichts mit Spiritismus oder übernatürlicher Mystik zu tun. Der Kalender wurde im 17. Jahrhundert von Mauritius Knauer (* 1613 oder 1614; † 1664), Abt des Klosters Langheim als Calendarium oeconomicum practicum perpetuum verfasst. Das Buch sollte ihm und seinen Mönchen ermöglichen, das Wetter in Deutschland, Franken vorherzusagen und so die klösterliche Landwirtschaft zu optimieren.

Knauer stützte sich auf klassische astrologische Vorstellungen. Er ging von der allerdings auch unter damaligen Astrologen umstrittenen Idee aus, die Himmelskörper ("Planeten") Mond, Saturn, Jupiter, Mars, Sonne, Venus und Merkur würden, in festem Turnus aufeinander folgend, jeweils ein Jahr lang von Frühlingsbeginn bis Winterende entscheidend das Wetter beeinflussen. Nach dieser Theorie genügte es, über einen beliebigen siebenjährigen Zeitraum präzise Wetterbeobachtungen zu machen, um, darauf aufbauend, auch für die Zukunft das Wetter vorhersagen zu können. Knauer schränkte allerdings ein, dass zusätzliche, astrologisch bedeutsame Faktoren wie Kometen, Sonnen- und Mondfinsternisse das Wetter abweichend beeinflussen könnten. Die Grundlage für sein Calendarium legte der Abt mit detaillierten Beobachtungen des Wetters wohl in den Jahren 1652 bis 1658.

Es ist für den Menschen immer wieder faszinierend wie sich Tag für Tag das Wetter verändert, die Sterne, Sonne und Mond ihre Bahnen ziehen. Das Thema Wettervorhersage ist ein Buch mit sieben Siegeln und solange es Menschen gibt, werden sie versuchen das Wetter in der Zukunft zu bestimmen und sogar zu manipulieren. Mal kann ein Wetterbericht stimmen oder aber nicht. Jede Wettervorhersage stimmt vielleicht 50:50. Sie trifft ein oder nicht. Wer hat sich nicht schon über die Wettervorhersage aus Radio und Fernsehen geärgert weil sie anders eingetroffen ist als erwartet?

Wer möchte, kann schauen, ob das aktuelle Wetter mit den Vorhersagen aus dem Hundertjährigen Kalender (rohrmann.com) zusammen passt.

_____________________________________________________

15.1.2019 > 0

Zitat

Clever

KLARE SICHT: Beschlagene Badezimmer-Spiegel fönt man von unten her wieder klar

COOL: Heiße Herdplatten lassen sich schnell mit einen Wassertopf kühlen

 

Wer hat es erfunden?

Diese Serie stellt moderne Entwürfe vor, die Mustern folgen, die es in der Natur schon lange gibt. Woher kommen diese Entwürfe?

 

Der Antennenreiniger der Rossameise

 

Sauberkeit ist für ein Insekt lebenswichtig, damit es fliegen, klettern und seine Umgebung wahrnehmen kann. Sind zum Beispiel die Fühler einer Ameise verschmutzt, beeinträchtigt das ihre Fähigkeit, zu navigieren, zu kommunizieren und Duftstoffe aufzunehmen. Der Zoologe Alexander Hackmann sagt, dass man deswegen „niemals schmutzige Insekten finden wird ... Sie haben herausgefunden, wie man verschmutzte Oberflächen reinigt.“

Im Detail: Hackmann und seine Kollegen fanden heraus, wie eine Art der Rossameise (Camponotus rufifemur) Partikel unterschiedlicher Größe von ihren Fühlern entfernt. Sie biegt ein Bein zu einer Art Klammer und zieht dann einen Fühler hindurch. Grobe Borsten in der Klammer beseitigen die groben Schmutzpartikel. Kleinere Schmutzpartikel werden durch einen feinen Kamm entfernt, dessen Zwischenräume die gleiche Breite haben wie die Haare auf dem Fühler der Ameise. Kleinstpartikel – bis zu 80-mal dünner als ein menschliches Haar – werden dann von einer noch feineren Bürste aufgenommen.

 

Hackmann und sein Team sehen eine Anwendung der Methode, wie die Ameise ihre Antennen reinigt, in der Industrie. Zum Beispiel könnten ähnliche Mechanismen eingesetzt werden, um die Sauberkeit während der Herstellung von empfindlichen mikroelektronischen Bauteilen und Halbleitern zu gewährleisten, denn schon die geringste Verschmutzung kann einen Defekt verursachen.

 

Was soll man glauben? Hat sich der leistungsstarke Antennenreiniger der Rossameise entwickelt? Oder steckt ein Erfinder dahinter?

 

-----

 

 

 

Mehr solcher Themen hier! 

 

-----

 

 

 

 

© jw.org

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Clean 9

Du bist der Besucher

seit August 2011.

Web Statistics

 

28.2.2018 > 597574